9 Monate Samuel

  • Samuel ist ca. 75 cm groß und wiegt 9,3 kg
  • er kann sitzen
  • er macht sprachlich viele verschiedene Laute
  • sagt „Mamamam“
  • beschäftigt sich gut selbst
  • zieht sich z.B. an der Schublade im Wohnzimmer in den Kniestand hoch und holt sich Spielzeug
  • nachts wird er noch ca. 1x gestillt. Ganz selten schläft er durch
  • tagsüber isst er 3x Brei (auch schon stückigeren), trinken mag er nicht
  • etwas fremdeln, z.B. bei Besuch von Oma und Opa
Samuel gibt Bussis

Lorena veräppelt mich

Was war das bitte für eine freche Aktion?

Montag, 24.02.2020 – Lorena wacht schon um 6:30 auf. Wir gehen zusammen runter, machen eine Milch. Ich leg mich beim Trinken zu ihr auf das Sofa. Als sie fertig ist, gibt sie mir die leere Milchflasche: „Bitte!!“ „Danke, Lorena.“ Dann gibt sie mir den roten Neopren-Getränkekühler: „Bitte!“ „Danke.“ Zu guter letzt hält sie mir ihren Schnulli hin: „Bitte!“ Gerade als ich nehmen will, zieht sie ihn weg und sagt lachend: „Neeeeinn.“
Ganz schön dreist, die Kleine.

Mein, meine, meiner: Meins!

Lorena hat wieder einen Schub gemacht. Sie redet noch mehr, was eigentlich unvorstellbar war. Ihr Wortschatz wird immer größer und sie versucht immer häufiger die Grammatik richtig anzuwenden. Sie kann mittlerweile auch „mein …“, „meine …“, „meiner …“ und vor allem „Meins is dis.“ sagen. Dabei wird sie aber etwas übermütig: „Mein Haus.“ Oder wurden wir enteignet?

Samuel kann sitzen

Vielleicht ist diese neue Fähigkeit letzte Nacht „gereift“: Du hast durchgeschlafen (das gab es schon ewig nicht mehr), obwohl oder gerade weshalb Orkan herrschte. Heute fällt sogar in ganz Bayern die Schule aus.

Ganz alleine sitzt du aber noch nicht. Im Stuhl mit Lehne ist es kein Problem. Auf dem Boden müssen wir dich doch noch etwas stützen.

So sieht das „Sitzen“ auf dem Boden aus.

Lorena ist krank

Freitag um 12 Uhr bekomme ich einen Anruf aus der Krippe, dass Lorena Fieber hat und ich sie abholen solle. Ich hole sie. Sie hat glasige Augen und 39 Grad. Ich lege sie ins Bett zum Mittagsschlaf. Im Laufe des Nachmittags geht es ihr immer schlechter. Die Nacht ist schlecht. Sie ist immer wieder wach. Sie hat nachts 40,7 Grad Fieber. Wir geben Paracetamol. Am Samstag ist gar nichts mit ihr anzufangen. Sie ist richtig teilnahmslos und einfach nur schlapp. Sie trinkt am Vormittag zwei Quetschies und isst ein paar Kekse. Dann trinkt sie gar nichts mehr. Das Fieber steigt wieder auf über 40 Grad. Wir geben ein Zäpfchen und dann ist es wieder bei 39,5 Grad. Kai macht sich sehr Sorgen, weil sie nichts trinkt und beschließt mit ihr in die Klinik zu fahren. Dort sind sie um 18 Uhr. Leider müssen sie lange warten. Um 21:30 Uhr sind sie wieder zu Hause. Diagnose „Hochfieberhafte Infektion“, aber sonst alles gut soweit, keine Ohrenentzündung, keine Entzündung im Hals. Nun hoffen wir, dass sie morgen trinkt. Wir geben ihr vor dem Schlafen noch Nurofensaft (Ibuprofen).

Nachts (Sa auf So) möchte Lorena dann trinken. Der Durst wurde wohl doch zu groß. Die Nacht verläuft ganz ok. Vormittags hat sie ca. 39,4 Grad Fieber. Sie muss hin und wieder husten und das schmerzt sie wohl sehr. Sie trinkt früh ein bisschen Milch, später noch bisschen Wasser. Alles, was sie den ganzen Tag isst/trinkt, ist ein Bissen Lebkuchen und ein Obstquetschi. Sie mag einfach nichts. Da sie Schmerzen hat, geben wir ihr nochmal Nurofensaft. Daraufhin schläft sie von ca. 11 bis 15 Uhr. Danach liegt sie teilnahmslos auf dem Sofa. Wir bieten ihr sogar an fern zu sehen, aber auch das mag sie nicht. Sie mag gar nichts machen. Ihr geht es wirklich schlecht 🙁

Sie bekommt noch 1 Zäpfchen in der Nacht, dann ist sie aber fieberfrei. Am Montag geht es ihr besser. Sie kann auch ein bisschen herumlaufen. Aber gegen Nachmittag wird es wieder schlechter. Sie isst und trinkt nach wie vor kaum etwas.

Dienstag morgen hat Lorena wieder über 40 Grad Fieber. Ich rufe in der Kinderarztpraxis an und wir bekommen einen Termin am späten Vormittag. Den ganzen Vormittag über liegt Lorena apathisch im Bett und schläft oder schaut einfach die Decke an. Sie kann gar nichts machen, ist zu schwach für alles. Ich muss sie auch tragen, weil sie nichts machen kann. Frau Dr. Spooren weist uns mit Verdacht auf Austrocknung in die Klinik ein. Also fahre ich nur mit einem kurzen Stopp zu Hause, um für Samuel ein Gläschen Nachmittagsbrei zu holen in die Kinderklinik. Ich versuche Kai anzurufen, erreiche ihn aber nicht und spreche ihm eine Nachricht. Bis jetzt kann ich es auch alleine machen, Samuel ist im MaxiCosi und brav. Wir warten einige Zeit in der Notaufnahme bis wir dran kommen. Als wir im Behandlungszimmer sind, meldet sich Kai und sagt, dass er sofort kommt. Es wird eine Blutgasanalyse durchgeführt. Der Wert für die Austrocknung ist wohl gar nicht so dramatisch, aber die Ärztin tendiert dazu Lorena stationär aufzunehmen, da sie jegliches Trinken verweigert und nur apathisch ist. Darauf hoffen wir auch, dass sie im KH bleiben „darf“. Dies geschieht dann auch und sie wird an die Infusion gehängt. Kai bleibt mit ihr in der Klinik.