Tag 19, 10.07.2018, von Alta nach Hatteng

Abgesehen davon, dass Cordula in der Nacht dreimal den Schnuller wieder reinstecken musste, hat Lorena eine super Nacht hingelegt und bis kurz vor 7:00 geschlafen. Dann wird sie gestillt und kommt zu mir ins Bett, wo sie bis 8:30 weiterschläft. Nach der gewohnten Morgenveranstaltung fahren wir zum kurz nach 12:00 los. In Alta kaufen wir im Rema 1000 Milch (18,00 NOK/1,90 €) und vergleichen Preise: Molkereiprodukte sind deutlich, die meisten anderen Sachen nur ein wenig (ca. 10-20%) teurer. Bei einem weiteren Stopp in Alta heben wir noch 200 NOK für den Notfall ab. Die Route bis zum Zielort ist einfach nur schön. Sie geht bei Sonnenschein die meiste Zeit direkt am Wasser entlang oder geht neben Schneeresten über 400 m hohe Bergsättel. Auf der gegenüberliegenden Seite der Fjorde sieht man rote Holzhäuser in blühenden Wiesen und Wasserfälle. Gegen 18:00 wollen wir eine Unterkunft ansteuern, lassen aber blöderweise gleich die erste aus. Danach kommt erstmal nichts. Glücklicherweise werden wir in Hatteng doch noch fündig. Der Campingplatz besteht fast nur aus Dauercampern, die ihren Wohnwagen direkt an ein Holzhaus geparkt haben und es gibt keine Rezeption. Im Fastfood-Restaurant kennt man sich jedoch aus. Nach einem kurzen Telefonat der Fastfoodfrau mit einem Campingplatzmenschen bekommen wir Hütte Nr. 3 für 500 NOK. Wir sind echt gespannt. Die Hütte ist groß, mit Tisch, Herd und Spülbecken, aber ohne fließendes Wasser und recht schmutzig. Nachdem wird kurz gekehrt haben, darf sich Lorena auf den Boden austoben und ist total fröhlich. Während Cordula sich um die Wäsche kümmert (wir können kostenlos waschen und trocknen), koche ich wieder Nudeln mit Tomatensoße. Lorena liegt um 21:30 im Bett und ich merke beim Zähneputzen, dass die Sauna läuft. Also rein da. Das macht ganz schön müdeeeeeeeeeeeeeee…

Tag 18, 09.07.2018, vom Nordkapp nach Alta

Nach der verrückten und beindruckenden Nacht meldet sich Lorena um 5:30. Wir nehmen sie zwischen uns, wo sie kurz nach uns um 9:15 auf und ist voll gut drauf. Es folgt das Übliche: aufstehen, duschen, Lorena und uns anziehen, frühstücken. Unser Frühstück ist wie so oft Lorenas Mittagessen um kurz vor 12:00. Da uns einfällt, dass wir ganz vergessen haben, für Lorena ein Nordkappdiplom zu besorgen, entscheiden wir uns kurzerhand noch einmal ans Nordkapp zu fahren. So viel Zeit muss sein im Urlaub und unsere Eintrittskarte ist ohnehin 24h gültig. Nach einiger Wartezeit an der Kasse stellen wir das Auto um 13:10 ab. Wir schlendern durch den Souvenirshop, kaufen Lorenas Nordkappdiplom und freuen uns beim Blick nach draußen, dass wir die Strapazen der Nacht auf uns genommen haben. Um diese Uhrzeit verliert dieser Ort irgendwie seinen Reiz. Weiter mit der Fahrt geht es um 14:15. Ab jetzt beginnt der Heimweg. Die ersten 130 km kennen wir bereits. Danach geht es auf die E6 Richtung Süden. Die Fahrt verkauft durch abwechslungsreiche Vegetation und Landschaft: Fjell, Wald, Fjorde. Um kurz vor 18:00 erreichen wir einen Campingplatz kurz vor Alta. Wir wollen zuerst eine Hütte, erfahren aber dass der Preis für ein Zimmer günstiger ist. Also nehmen wir das. Ein Volltreffer! Das Zimmer ist geräumig (drei Stockbetten), wir haben ein Waschbecken im Zimmer und Klo und Miniküche mit Kühlschrank direkt vor der Tür. Wir richten uns ein und kochen dann in der großen Gemeinschaftsküche: es gibt Nudeln mit Tomatensoße. Um 22:30 sind wir im Bett.

Zahn Nr. 5

Wir entdecken morgens Lorenas rechten oberen Schneidezahn. Wir vermuten, dass er gestern auch schon da war. Das erklärt auch ihre Unruhe. Sie war nachts paarmal wach und hat auch im Auto manchmal während des schlafens kurz gejammert.