2014-08-28 – Donnerstag – Haleakala und Hana Highway

Nach einer kurzen Nacht sitzen wir wie geplant um 3:00 im Auto. Bereits in Lahaina werden wir von zwei mit Familien besetzten Autos überholt, die bestimmt wie wir auch zum Sonnenaufgang auf den Krater des Haleakala fahren wollen, und sind besorgt, dass wir vielleicht zu spät für einen guten Parkplatz ganz oben dran sein könnten.

Diese zwei Autos biegen zwar unterwegs ab, aber vor der Zahlstelle steht eine ziemlich lange Schlange und so sind wir uns schon fast sicher, dass wir keinen Parkplatz am Gipfel bekommen. Fast oben angekommen biegen jedoch vorausfahrende Autos (=Schleicher) vor uns nicht rechts zum Gipfel ab, sondern steuern das Visitor Center an. So haben wir freie Fahrt zum Gipfelparkplatz (nur 40 Plätze!), den wir um kurz vor 5:00 erreichen. Dort gibt es zu diesem Zeitpunkt noch ca. 10 freie Plätze und wir können entspannt parken. Wir hoffen, dass sich die Wolken, durch die wir gefahren sind und die es hier oben noch hat, in der Stunde bis zum Sonnenaufgang um 6:01 verziehen.

Sonnenaufgang (Haleakala, Maui)
Sonnenaufgang (Haleakala, Maui)
Sonnenaufgang (Haleakala, Maui)
Sonnenaufgang (Haleakala, Maui)
Frieren beim Sonnenaufgang (Haleakala, Maui)
Frieren beim Sonnenaufgang (Haleakala, Maui)
Sonnenaufgang (Haleakala, Maui)
Sonnenaufgang (Haleakala, Maui)
Silversword, rechts im Bild (Haleakala, Maui)
Silversword, rechts im Bild (Haleakala, Maui)
Twin Falls (Maui)
Twin Falls (Maui)
Hana Highway (Maui)
Hana Highway (Maui)
Am Hana Highway (Maui)
Am Hana Highway (Keanae, Maui)
Waianapanapa Cave (Maui)
Waianapanapa Cave (Maui)
Ohne Worte
Ohne Worte
Seven Pools (Maui)
Seven Pools (Maui)
Seven Pools (Maui)
Seven Pools (Maui)
Südküste Maui
Südküste Maui
Südküste Maui
Südküste Maui

Gegen 5:20 beginnt es heller zu werden und um 5:30, als der Himmel schon nicht mehr nachtschwarz, sondern dunkelblau bis lila ist, laufen wir bei unter 10° Celsius die letzten Meter hoch zum Gipfel und schauen uns frierend das Schauspiel an.

Echt toll, wie sich minütlich die Farben des Himmels verändern und die Sterne langsam in der sie umgebenden Helligkeit verschwinden. Bis der erste Sonnenstrahl die Wolkendecke durchbricht, ist es kurz nach 6:00.

Der echte Amerikaner macht sich spätestens jetzt auf den Heimweg. Wir bleiben noch kurz, werfen einen Blick in die andere Richtung, wo der Haleakala seinen Schatten auf den westlichen Teil der Insel wirft, fotografieren eine Silversword-Pflanze (die nur hier wächst) und fahren dann ab zum Visitor Center.

Von dort schauen wir in den Krater  und fahren dann ab. Natürlich gibt es bergab noch mehr Schleicher als bergauf. Und Radfahrer! Einige Tpuristen geben nicht gerade wenig Dollars aus, um sich mit dem Shuttle nach oben fahren zu lassen und sich dann an die 38 Meilen lange Abfahrt mit dem Fahrrad wagen. Viele machen nicht gerade einen sicheren Eindruck auf dem Rad. Wir kommen aber sicher und übermüdet in Kahului an und gönnen uns ein Frühstück im IHOP (International House Of Pancakes). Danach sind wir gestärkt und entschließen uns kurzerhand die Fahrt auf dem Hana Highway (knapp 80 km, 59 Brücken – die meisten davon einspurig und über 600 Kurven) auf uns zu nehmen.

Den ersten ernst zu nehmenden Stop legen wir bei den Twin Falls ein, die laut Reiseführer sehr idyllisch sein sollen. Kurz vor den Wasserfällen stauen sich die Menschenmassen und dass man durch über knietiefes Wasser waten muss, um die Twin Falls zu erreichen, steht leider nicht im Reiseführer. Wenigstens führt der breite Trampelpfad durch schönes tropisches Gehölz und Gepflanz. Wir haben Glück, dass es erst kurz kurz vor dem Erreichen des Autos zu regnen beginnt.

Kurvig und langsam (aufgrund der Vorausfahrenden) geht es weiter bis zu unserem nächsten Halt in Keanae, einer der letzten Hawaiianer-Siedlungen. Naja, davon erkennen wir nichts, aber wie die weiße Brandung hier auf die schwarzen Vulkansteine hereinbricht, ist wirklich toll. Dazu das dunkelblaue bis türkisfarbene Meer und die grünen Büsche und Palmen. Ein echt romantisches Plätzchen. Weiter geht die Fahrt zum Waianapana State Park.

Den schwarzen Schotterstrand lassen wir aus und laufen nur einen kleinen Rundwanderweg vorbei an zwei Grotten mit kristallklarem Wasser, das sich einmal im Jahr aufgrund von Millionen Shrimps rot färben soll. Leider nicht zu dieser Jahreszeit. Auch hier haben wir Glück und erreichen das Auto vor dem nächsten Regenschauer. Dem älteren Ehepaar zwei Autos weiter erging es mit ihrem offenen Jeep Wrangler nicht so gut. Kurz darauf erreichen wir Hana. Wir fahren nur schnell an den Strand der Hana Bay und setzen die Fahrt fort zu den Seven Sacred Pools, die wir gut acht Meilen hinter Hana erreichen. Da diese im Gebiet des Haleakala National Parks liegen, zeigen wir ein letztes Mal unseren Annual Pass vor, parken und laufen zu den beiden unteren Pools, die von Wasserfällen aus dem weichen Lavagestein gespült wurden.

Wir überlegen eine ganze Weile, ob wir ins Wasser gehen sollen und kurz nachdem wir uns dagegen entschieden haben und ich die Kamera für ein Foto aufgebaut habe, schwimmt Cordula schon grinsend durch’s kühle Wasser. Ich folge ihr. Die Erfrischung tut gut, nachdem wir im Auto nach jedem Halt erstmal geschwitzt haben, bis die Klimaanlage wieder für angenehme Temperaturen gesorgt hatte. Nach ein paar Minuten planschen gehen wir zurück zum Auto und fahren die jetzt sehr holprige Straße weiter. Wie am Mauna Kea verlieren wir auch hier unseren Versicherungsschutz für den Mietwagen. Da diese Straße jedoch größtenteils – wenn auch schlecht – geteert ist, haben wir keine Sorgen und fahren mit traumhaft schönen Ausblicken der Küste entlang dem Sonnenuntergang entgegen.

Noch bei Helligkeit erreichen wir wieder eine gut geteerte Straße und nach einem Abendessen mit je zwei Tacos bei Jack-in-the-Box sind wir gegen 21:30 im Hotel. Was für ein toller Tag mit eigentlich viel zu vielen Eindrücken.

2014-08-27 – Mittwoch – Lahaina

Bis wir uns nach dem „anstrengenden“ Vortag aus dem Bett schälen und mit dem Frühstück fertig sind, ist es kurz nach 10:00. Jetzt müssen wir uns aber beeilen, denn der Farmer’s Market in Honokowai, bei dem wir billig Obst kaufen wollen, hat nur bis 11:00 offen. Leider hat sich die Hektik nicht gelohnt, denn es stehen nur zwei Stände rum, die nicht gerade billig sind. Im Ökosupermarkt nebenan springt dann aber doch noch eine Papaya für uns raus. Wir fahren weiter nach Lahaina, stellen das Auto mauka (hawaiianisch für bergwärts) der Lahaina Outlet Mall ab und lassen uns bei Hilo Hattie „tolle“ Muschelketten umhängen. Nach weniger als fünf Minuten sind wir mit dem Laden fertig, da die Hawaiihemden, die es dort gibt, einfach nicht umser Stil sind. In den weiteren Läden, bei Guess, Calvin Klein und Tommy Hilfiger, geht’s dann nicht mehr so schnell. Wir bringen die Tüten ins Auto und schlendern die Front Street bis zum Banyan Tree und zurück durch Lahaina.

Lahaina (Maui)
Lahaina (Maui)

Nettes Städtchen mit vielen kleinen, meist teuren Läden. Auf dem Heimweg besorgen wir uns beim Safeway noch Hähnchenbrust. Die landet kurz darauf auf dem Grill (beim Sonnenuntergang) und ergibt mit gemischtem Gemüse unser Abendessen. Heute gehen wir früh ins Bett, denn morgen klingelt bereits um 2:30 der Wecker.

2014-08-26 – Dienstag – Strandtag

Nach den erlebnisreichen Tagen mit vielen Kilometern (1114 km) im Auto auf Big Island lassen wir heute das Auto stehen, die Kamera in der Tasche und den Tag ruhig angehen. Nach dem Frühstück laufen wir ein bisschen in der Gegend rum, gehen danach in der Napili Bay baden, legen uns unter Palmen ans Meer und sehen uns dort den Sonnenuntergang an, grillen das Fleisch für unsere Burger und gehen ins Bett. Mehr ist tatsächlich nicht passiert. Das reicht aber trotzdem für einen tollen Tag!

Entspannt auf den Sonnenuntergang warten (Napili Point, Maui)
Entspannt auf den Sonnenuntergang warten (Napili Point, Maui)

2014-08-25 – Montag – Waipio Valley und Flug nach Kahului (Maui)

Der Tag beginnt wie der vorherige mit einem leckeren und ausgiebigen Frühstück. Danach packen wir die Koffer, verabschieden uns von Charlotte und John und verlassen Holmes Sweet Home gegen 10:30. Da wir um 14:30 unser Auto am Flughafen abgeben müssen, bleibt uns nicht viel Zeit, um den Rest der Insel – die Ostküste – abzufahren. Shopping als Alternative fällt flach, da Hilo einfach nicht genügend bietet.

On the road again
On the road again (Hawai’i)
Waipio Valley (Hawai'i)
Waipio Valley (Hawai’i)
Tetris (Flughafen Hilo, Hawai'i)
Tetris (Flughafen Hilo, Hawai’i)
Mauna Kea
Mauna Kea (vom Flugzeug aus)
Maui
Maui

Wir fahren also von Hilo aus Richtung Norden entlang der Küste und biegen nach ein paar Meilen auf einen Scenic Drive, der schön und kurvig wie durch einen Regenwald führt. Wieder zurück auf dem Highway geht es schnurstracks weiter bis zum Waipio Valley, in dem früher (bis ins 15. Jahrhundert) die Hauptstadt Hawaiis lag. Wir haben leider keine Zeit mehr die steilste Straße der USA  hinunter ins Tal zu fahren, aber der Ausblick von oben ist bestimmt sowieso viel besser und schöner. Um 12:40 starten wir Richtung Flughafen, den wir pünktlich um 14:15 erreichen. Auto abgeben, Koffer wiegen und umpacken, einchecken – alles wie gewohnt ohne Probleme und routiniert. Danach sitzen wir eine ganze Weile rum, schreiben diese Zeilen und warten auf unseren Flug um 17:06. Nachdem wir durch den Sicherheitscheck durch sind, ärgern wir uns, dass wir nicht eher hier rein sind, da hier die Temperatur angenehmer und die Sessel bequemer sind. (Edit Cordula: Kai ärgert sich. Es war kalt und die Sessel bequem, da seit gefühlten 20 Jahren durchgesessen :D) Egal. Der Flieger bringt uns mit etwas Verspätung und schönem Blick auf Mauna Kea und Mauna Loa nach Kahului auf Maui. Unseren Mietwagen, eine kleine Nissan Versa, bekommen wir zwar mit etwas Verzögerung (lange Schlange, langsame und ineffiziente Arbeitskräfte), aber angesichts des Staus, den wir auf der Route zu unserem Hotel schon aus der Luft gesehen haben, macht das sowieso nichts. Bei Walmart kaufen wir noch schnell Wasser, essen bei Carl’s Jr. und dann geht es bei strömendem Regen nach Napili ins Outrigger Napili Shores Appartment Hotel. Wir haben zwar nur Garden View gebucht, können aber vom Balkon aus das Meer sehen. Sehr schön! Wir stellen nur kurz die Koffer ab und fahren nach Lahaina, um uns mit Frühstück für die nächsten Tage einzudecken. Um kurz vor 22:00 sind wir dann endlich im Bett.