2014-08-24 – Sonntag – Hawai’i Volcanoes National Park

Im b&b bekommen wir ein echt leckeres breakfast serviert: u.a. Auswahl an verschiedensten exotischen Marmeladen, Säften, frischer Obstsalat und selbstgebackene noch warme triple berry muffins. Delicious!

Frühstück bei Holmes Sweet Home (Hilo)
Frühstück bei Holmes Sweet Home (Hilo)
Frühstück bei Holmes Sweet Home (Hilo)
Frühstück bei Holmes Sweet Home (Hilo)

On top gibt’s ne nette Unterhaltung mit Charlotte und John, den Hausherren. Dann brechen wir auf, um zunächst den Lava Tree State Park zu besuchen. Auf der Straße dorthin beginnt auf einmal vom Hurricane Iselle (vor ca. 2,5 Wochen hat er die Insel getroffen) verwüstetes gebiet. Echt krass. Neben der Straße liegen riesige Bäume, teilweise abgeknickt, teilweise dann schon abgesägt.

Nach Hurricane Iselle
Nach Hurricane Iselle

Den eingang zum park verfehlen wir erst, dann finden wir ihn. Aber alles ist geschlossen – wohl wegen den Schäden. Deswegen stand wohl auch kein Schild da. Schade und schlimm, aber dann fahren wir einfach gleich weiter zum volcanoes national park.

Wahrscheinlich Hawai'i Volcanoes National Park
Wahrscheinlich Hawai’i Volcanoes National Park

Erst gehen wir einen kleinen Trail zu den Sulphur Banks. Dort sieht (und riecht) man wie Schwefeldampf aus dem Boden aufsteigt.

Sulphur Banks (Hawai'i Volcanoes National Park)
Sulphur Banks (Hawai’i Volcanoes National Park)

Weiter zu den Steam Vents, bei denen heißer Wasserdampf aus dem Boden aufsteigt. Sieht interessant aus – überall dampft es.

Halema'uma'u Krater (Hawai'i Volcanoes National Park)
Halema’uma’u Krater (Hawai’i Volcanoes National Park)

Wir fahren ein stück und gehen durch den Thurston Lava Tube, einen lavatunnel. Beeindruckend.

Lava Tube (Hawai'i Volcanoes National Park)
Lava Tube (Hawai’i Volcanoes National Park)

Außen herum wachsen viele große Farne und angeblich soll’s auch happy face spiders geben. Foto gibt’s keins, denn trotz intensiver suche hat Kai keine gefunden 😉 als nächstes laufen wir den devastation trail. Wir laufen durch kahle Landschaft (Vulkanausbruch 1959), in die langsam wieder leben zurückkehrt.

Devastation Trail (Hawai'i Volcanoes National Park)
Devastation Trail (Hawai’i Volcanoes National Park)

Dann fahren wir die Chain of Craters Road und haben hammer Ausblicke.

Hawai'i Volcanoes National Park
Hawai’i Volcanoes National Park

Man sieht verschiedene erkaltete Lavaarten, wie lavaströme ins meer geflossen sind, auf der einen seite von uns den mauna ulu, auf der anderen seite das meer. super.

Chain of Craters Road (Hawai'i Volcanoes National Park)
Chain of Craters Road (Hawai’i Volcanoes National Park)

nach über 1000 höhenmeter weniger erreichen wir das ende der strasse. gehen dann aber auf der strasse noch ein stück weiter bis uns der weg durch einen lavastrom (von 2003) versperrt ist.

Lavastrom von 2003 über die Straße (Hawai'i Volcanoes National Park)
Lavastrom von 2003 über die Straße (Hawai’i Volcanoes National Park)

wir sehen uns noch einen rießigen sea arch an. auch sehr beeindruckend.

Hawai'i Volcanoes National Park
Hawai’i Volcanoes National Park

dann fahren wir die road wieder nach oben zum jaggar museum.

Oben ohne (Hawai'i Volcanoes National Park)
Oben ohne (Hawai’i Volcanoes National Park)

dort sehen wir uns noch ein paar infos zum vulkanismus usw. an und dann dämmert es schon und wir können auf aufsteigenden dampf des Halema’uma’u krater schauen, der von der darunter fließenden lava rot-orange angestrahlt wird.

Halema'uma'u Krater (Hawai'i Volcanoes National Park)
Halema’uma’u Krater (Hawai’i Volcanoes National Park)

ein gigantischer anblick und zugleich krasses gefühl, wenn man bedenkt, dass wir auf einem aktiven vulkan stehen.

Halema'uma'u Krater (Hawai'i Volcanoes National Park)
Halema’uma’u Krater (Hawai’i Volcanoes National Park)
Halema'uma'u Krater (Hawai'i Volcanoes National Park)
Halema’uma’u Krater (Hawai’i Volcanoes National Park)

wir machen ein paar schöne fotos und als dann noch der sternenhimmel dazukommt, nimmt kai noch unglaublichere bilder auf.

Milchstraße über dem Halema'uma' Krater
Milchstraße über dem Halema’uma‘ Krater

dann fahren wir wieder, denn sobald die sonne untergegangen ist, wird es richtig kalt (nur noch 18 grad) und wir frieren – v.a. ich, da ich außer leggings nur t-shirt, cardigan, hoodie, softshell-jacke, schal und zwei kapuzen anhatte 😉 zum glück wurde es auf der fahrt bergab nach Hilo immer heisser, naja sagen wir warm. dort angekommen hatte es dann immerhin 27 grad. dann gabs noch yummy abendessen beim jack in the box und dann ab nach hause und gute nacht. war ein super tag!

2014-08-23 – Samstag – Fahrt von Kona nach Hilo

Wir starten langsam in den Tag und bekommen nur ein minimales Frühstück, da pünktlich um 9:00 alles abgeräumt wird. Naja, kein großer Verlust. Also Koffer packen und los Richtung Süden. Den ersten Stop legen wir bei Greenwell Farms, einer Konakaffee-Farm, ein.

Greenwell Farms (Kealakekua, Hawaii)
Greenwell Farms (Kealakekua, Hawaii)

Wir werden zu einer Kaffeeverkostung eingeladen und haben unberechtigterweise die Sorge, dass wir so zu einem Kauf von Konakaffee genötigt werden, zumal hier auch mehr Personal als Gäste rumläuft. Doch dann kommt alles anders. Eine Angestellte fordert uns auf ihr zu folgen, um einer anderen Angestellten ein Geburtstagsständchen zu singen. Das machen wir doch gerne und weil wir so gut gesungen haben, bekommen wir einen Ananas-Kokos-Möhren-Kuchen – sehr geil. Dazu testen wir weiterhin Kaffee.

Greenwell Farms (Kealakekua, Hawaii)
Greenwell Farms (Kealakekua, Hawaii)

Hier will niemand was verkaufen, hier will jeder nur, das man sich wohl fühlt. Kurz darauf werden wir gefragt, ob wir an einer kleinen Tour teilnehmen wollen.

Kaffeebohnen (Kealakekua, Hawaii)
Kaffeebohnen (Kealakekua, Hawaii)

Klar, machen wir doch gerne. Fast eine halbe Stunde bekommen wir von der netten Führerin alles von der Geschichte des Unternehmens über den Wuchs und den Beschnitt der Kaffeebüsche bis zu den verschiedenen Arten der Röstung erzählt.

Kaffeebusch (Kealakekua, Hawaii)
Kaffeebusch (Kealakekua, Hawaii)

Anschließend werden wir wieder aufgefordert Kaffee zu trinken: „It’s all free and the next time don’t forget to bring your own cup.“ Wenn wir das gewusst hätten… Dieser Stop hat sich wirklich gelohnt. Für uns zumindest.

Gecko (Kealakekua, Hawaii)
Gecko (Kealakekua, Hawaii)

Der weitere Verlauf der Straße Richtung Süden ist recht kurvig und liefert immer wieder schöne Ausblicke auf die Küste unter uns. Die Landschaft wechselt ständig zwischen Regenwald und Lavawüste bis wir vom Highway abbiegen auf die Southpoint Road.

Wiesen wie in Norddeutschland (Nähe Southpoint)
Wiesen wie in Norddeutschland (Nähe Southpoint)

Die Rinder, die sattgrünen Wiesen, der Wind und einige Windräder lassen den Eindruck entstehen, man sei in Norddeutschland. Nach 12 Meilen erreichen wir den Parkplatz, von dem aus wir noch ein paar Meter laufen bis zum südlichsten Punkt der USA – dem Southpoint.

Southpoint (südlichster Punkt der USA)
Southpoint (südlichster Punkt der USA)

Hier tummeln sich viele Einheimische, von denen einige von einer Klippe ins fast ruhige Meer springen, während ein paar Meter weiter ca. vier Meter hohe Wellen hereinbrechen.

Southpoint
Southpoint
Southpoint
Southpoint

Wir schauen uns das muntere Treiben ein paar Minuten an und fahren dann weiter. Nächster Halt: Punalu’u Black Sand Beach.

Punalu'u Black Sand Beach
Punalu’u Black Sand Beach
Punalu'u Black Sand Beach
Punalu’u Black Sand Beach
Schwarzer Sand, goldener Ring (Punalu'u Black Sand Beach)
Schwarzer Sand, goldener Ring (Punalu’u Black Sand Beach)

Sieht echt faszinierend aus und zu unserem Glück kommt dannauch noch eine Schildkröte an Land gekrochen, um sich zu sonnen.

Schildkröte am Punalu'u Black Sand Beach
Schildkröte am Punalu’u Black Sand Beach

Auf der Weiterfahrt nach Hilo bleiben wir nur kurz beim Visitor Center des Hawai’i Volcanoes National Park stehen (zehn Minuten bevor es um 17:00 geschlossen hätte) und holen uns Infos und Karten, um damit den nächsten Tag zu planen. Kurz vor 18:00 erreichen wir Holmes Sweet Home Bed&Breakfast und werden von Charlotte sehr herzlich willkommen geheißen. Wir schmeißen die Koffer in unser nettes und liebevoll dekoriertes Zimmer und fahren gleich wieder los zum Abendessen in Ken’s House of Pancakes. Andersals der Name vermuten lässt gibt es in diesem 24/7 geöffneten Family-Restaurant auch „richtiges“ Essen. Sowohl das „Broiled Chicken“ als auch die „Teriyaki Chicken and Beef Combo“ schmecken sehr gut und machen satt. Nach dem Essen werden wir nch von einem Feuerwerk in der Hilo Bay überrascht. Wie wir danach erfahren ist es das nachgeholte Feuerwerk anlässlich des 4. Juli (Indepence Day). Da gab es, wie uns Charlotte zwei Tage später erzählt, einen Computerfehler und deshalb kein Feuerwerk. Gegen 21:00 liegen wir im Bett und kommen uns vor im Tropenhaus eines Zoos, da die Vögel draußen ein Konzert veranstalten.

2014-08-22 – Freitag – „Stadt“-Bummel Kona und Fahrt auf den Mauna Kea

Nach einer Nacht mit reichlich Vogelgezwitscher vor dem Balkon, „genießen“ wir das continental breakfast in vollen Zügen. Einziges Highlight sind die frischen Papayas. Ansonsten gibt es Minimuffins, Cornflakes und Brotscheiben (dazu zweierlei Marmeladen und Butter). Naja, schon besser gefrühstückt. Wir wollen ein bisschen am Strand entlang laufen, bleiben aber schon 200m später beim Farmer’s Market hängen. Der kurze Halt dort beschert uns wieder ein paar Pfund für unser Gepäck. Langsam wird’s eng. Wir bringen die Beute zurück ins Hotel, schauen nach, wie groß unsere Macadamianuss-Packung ist, um kurz darauf noch einmal Macadamianüsse auf dem Markt zu kaufen. Die bringen wir jetzt aber nicht mehr zurück, sondern „schleppen“ sie durch Kona.Der weitere Rundgang durch Kona bringt außer hohen Wellen nicht viel.

Kona
Kona
Kona
Kona
Uferpromenade Kona
Uferpromenade Kona

Das Gebiet Kailua-Kona gilt zwar neben Honolulu (Oahu) und Kahului/Lahaina (Maui) als eines der größten touristischen Zentern Hawaiis, bietet aber nur ein paar Hotels/Resorts entlang der Küste und einige kleine Läden, Galerien und Restaurants. Nach gut einer Stunde sind wir wieder zurück im Hotel und packen unsere Tasche für den Asuflug auf den Mauna Kea, dem höchsten Berg der Erde (gemessen vom Fuß des Berges, der gut 6000m unter dem Berg liegt). Auf dem Weg dorthin wird Cordula glücklich gemacht, da wir bei Target das Spiel finden, das sie schon lange verzweifelt sucht: die Apples to Apples Partybox. Gegessen wird bei Ultimate Burger. Dort schmeckt es, wie es klingt – ultimativ gut. Wir konnten sogar wählen, wie wir das Fleisch haben wollen. Und tatsächlich kommen die dicken Burger (aus 100% hawaiianischem Rindfleisch) medium daher. Dazu gibt es lecker gewürzte, knusprige Pommes mit einer noch leckereren Knoblauchsoße. Einfach nur perfektes Burgeressen! Um kurz vor zwei geht’s dann los nach oben – kontinuierlich und mit dauerndem, druckbedingtem Knacken in den Ohren.

Auf dem Weg zum Mauna Kea
Auf dem Weg zum Mauna Kea

Gegen 16:00 erreichen wir das MKVIS (Mauna Kea Visitor Center) auf 2700m Höhe. Obwohl wir keine Bedenken haben, dass uns die Höhe Probleme bereiten könnte, halten wir uns an den Rat, sich auf dieser Höhe für mindestens 45min zu akklimatisieren und schauen einen Film, über die Forschung in den Observatorien auf dem Gipfel. Nett gemacht, aber nur bedingt interessant und zu viele Informationen.

Sicherheitshinweise für die Auffahrt zum Mauna Kea
Sicherheitshinweise für die Auffahrt zum Mauna Kea

Um kurz vor 17:00 trauen wir uns dann endlich die „überaus gefährliche“ Straße zum Gipfel in Angriff zu nehmen. Der Allradantrieb wird zugeschaltet und los geht’s auf die steile Schotterpiste. Nachdem wir 20min (fünf Meilen) durchgeschüttelt wurden, ist uns klar, dass wir diesen Trip auch mit einem gewöhnlichen Mietwagen hätten unternehmen können, wenngleich es mit einem Jeep deutlich angenehmer war. Nach weiteren drei Meilen sind wir kurz unterhalb des Gipfels und sind von der Mondlandschaft, der klaren Luft und dem Ausblick überwältigt.

Observatorien auf dem Maunam Kea
Observatorien auf dem Maunam Kea

Wir drehen eine Runde zwischen den Observatorien und stellen unseren Jeep dann an einem Platz in der ersten Reihe ab.

Mauna Kea
Mauna Kea
Mauna Kea
Mauna Kea
NASA-Observatorium (Mauna Kea)
NASA-Observatorium (Mauna Kea)

Wie erwartet bereitet uns die Höhe hier auf 4200m keinerlei Probleme. Wir wollen noch die paar Meter hoch zum Gipfel laufen, respektieren aber, dass der Gipfel einhawaiianisches Heiligtum ist und nicht betreten werden sollte.

Mauna Kea
Mauna Kea

Die Japaner nehmen solche Hinweistafeln natürlich nicht so ernst. Wenn ich mal in Japan bin, führ ich mich auch so auf, wie die in einem fremden Land. Wir schießen ein paar Fotos, ich bau noch das Stativ in Pole Position auf, stell den Intervalltimer an und dann verziehen wir uns kurz darauf wieder ins Auto, denn trotz Jeans, T-Shirt, Pulli und Jacke frieren wir bei knapp 10° Celsius.

Mauna Kea
Mauna Kea

Mit der untergehenden Sonne ergibt sich am Himmel ein tolles Farbenspiel: außer grün sind alle Farben des Spektrums vorhanden.

Mauna Kea
Mauna Kea
Mauna Kea
Mauna Kea

Kurz vor dem Sonnenuntergang verlassen wir das warme Auto.

Mauna Kea
Mauna Kea

Wir unterhalten uns mit einem Pärchen aus Hamburg, das kurz vor seiner Heimreise ist. Noch bevor die Sonne um kurz vor 19:00 komplett weg ist, werden die ersten Sterne erkennbar. Über den Wolken zu sein, die klare Luft zu atmen, die unwirkliche Vulkanlandschaft vor sich zusehen – einfach Wahnsinn. Das einzig störende ist die japanische Reisegruppe, die in orangefarbenen Einheitsdaunenjacken rumwuseln wie Ameisen um einen toten Käfer. Während die Hamburgerin von der Höhenkrankheit heimgesucht wurde und mit ihrem Partner den Runterweg antritt, genießen wir noch ein paar Minuten die Dämmerung und die immer größer werdende Anzahl von Sternen. Es sind nicht mehr viele Autos am Gipfel, als auch wir aufbrechen, um schon nach nicht einmal zwei Meilen den ersten Fotostopp einzulegen.

Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)

Es ist noch gar nicht ganz dunkel und die Milchstraße ist bereits zu erkennen. Die Kamera nimmt noch viel mehr Sterne auf, als mit bloßem Auge zu erkennen sind und zum allerersten Mal kann ich die Milchstraße fotografieren. Die Weiterfahrt bei Dunkelheit über die Schotterpiste bereitet keine Probleme und so sind wir um 20:30 ohne Autoschaden (den hätte nämlich auf der unbefestigten Straße keine Versicherung übernommen!) wieder beim Vositor Center. Dort erklärt ein Ranger den Sternenhimmel und man kann durch Teleskope auf verschiedene Himmelsobjekte schauen. Es entstehen noch ein paar winderschöne Himmelsbilder und gegen 21:30 lassen wir den Jeep zurück an die Küste rollen.

Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)

Das war echt ein unvergesslicher Abend!