Nachts entdecke ich durch das Fenster eine wunderschöne Stimmung – Leuchtturm, Meer, Palmen, Sterne, Mond, Wolken – und sage es meinem Mann. Der steht natürlich sofort auf (es war 3:15 am), um alles auf Fotos festzuhalten.
Kauaian Nights
Das dauert wohl über eine stunde während derer ich schön weiterschlafe. Am morgen genießen wir dann beide den blick aufs Paradies und sind schon gespannt wie es heute wohl bei unserer ersten surflesson werden wird. Ja, das steht heute mittag nämlich auf dem Programm 🙂 Hawaii ohne surfen geht eigentlich nicht. Bei unserer 1,5 stündigen lesson in sind wir zu dritt – es ist noch eine Amerikanerin dabei. Wir werden von unserem Treffpunkt in downtown Hanalei, wo wir ein rotes surfshirt der surfschule bekommen, zum Strand (hanalei bay) geshuttelt. Dort treffen wir unseren surf-instructur Makai. Der freute sich einen Kai zu treffen 🙂 wie kann das sein, dass ein Deutscher einen hawaiianischen namen hat? Erst bringt uns makai am Strand auf dem board die Basics bei. Also wie krault man, wie liegt man auf dem board, wie steht man auf usw. Dann ziehen wir unsere Boards ins Wasser. Dort kraulen wir etwas zu einem Spot an dem nichts los ist und dann geht’s los 🙂 makai hält jeden einzeln am Board fest, schaut nach der perfekten welle, sagt wann man mit dem kraulen beginnen soll und ruft zu wann man aufstehen soll. Yeah, das surfen klappt beim ersten mal!!
Surfin‘ USASurfin‘ USA
Es macht echt spaß. Die wellen sind zwar nicht besonders groß aber für den anfang passt das. Hat auf jeden fall spaß gemacht und wir wollen wieder surfen. Nach der lesson werden wir wieder zu unserem Auto gebracht und dann fahren wir nach hause. Wir genießen den nachmittag in unserem Apartment. Hier ist es einfach so schön, da muss man gar nirgends anders hin.
Schlafplatz mit Aussicht
Dank unserer Nachbarin hier, haben wir ja auch original hawaiian Music. Außerdem haben wir prima blick auf das Wetter, das sich echt schnell ändert. Auf einmal regnet es für 30 Sekunden, dann ist wieder Sonnenschein und später sehen wir über dem Meer einen schönen Regenbogen, da es an dieser Stelle auch gerade regnet. Awesome! Zum Sonnenuntergang gehen wir raus, um den perfekten blick zu haben.
Sonnenuntergang (Princeville)
Dann fahren wir nochmal nach hanalei, um und beim L&L Hawaiian Barbecue unser Abendessen zu kaufen.
Hawaiianisches Abendessen
Echt sehr lecker und ordentliche Portionen. Empfehlenswert, da auch typisch hawaiianisch. Aloha für heute!
Wir hatten zwar den Wecker gestellt, wachen aber ohnehin kurz davor auf. Schnelles Frühstück und um 9:00 geht’s los zum Waimea Canyon, den wir um 10:45 erreichen. Der Blick vom ersten Lookout ist zwar nicht so spektakulär wie am Garnd Canyon, aber den Beinamen „Grand Canyon des Pazifiks“ trägt der Waimea Canyon zurecht. Er ist zwar nicht so tief und so mächtig wie sein großer Bruder, dafür liefern aber die bewachsenen und bewaldeten roten Felswände buntere Eindrücke.
Waimea CanyonWaimea Canyon
Wir fahren weiter bis zum Puu Hina Hina Lookout und entscheiden uns angesichts der rasch aufkommenden Bewölkung und der Zeit für eine Umkehr, damit wir pünktlich um 13:15 bei Blue Dolphin Charter in Port Allen sind. Chris, unser Captain, stellt sich kurz vor und weist uns auf die fun facts hin, die wir uns doch bitte zu Gemüte führen sollen. Bevor er uns die Sicherheitshinweise eindringlich nahe bringt, starten wir mit einem Quiz. Da ich fehlerfrei den Namen des hawaiianischen Wappenfischs Humuhumunukunukuapua’a aufsagen kann, gewinne ich ein T-Shirt. Yeehaw! Es werden weitere Fragen gestellt und etwa sechs oder sieben Shirts an den Mann/die Frau gebracht. Nachdem wir uns die Sicherheitshinweise angehört haben, laufen wir gut 300m zur Anlegestelle, legen die Schuhe in ein Regal und boarden unseren 60ft-Katamaran.
Das Boot
Als alle 16 Passagiere an Bord sind, hören wir endlich die Sicherheitshinweise.
Captain Chris
Dann muss Captain Chris den Motor und alles Mögliche checken, während wir uns von Crewmitglied Matt die Sicherheitshinweise anhören dürfen. Endlich legen wir ab und bevor wir uns auf dem „offenen Meer“ an Bord frei bewegen dürfen, hören wir die Sicherheitshinweise. Vorbei an Zuckerrohrfeldern, einer Militäreinrichtung und schönen Stränden nähern wir uns unserem Schnorchelspot. Als Chris diesen „in gut 10 min“ ankündigt, sehen wir allerdings Delfine knapp 50m neben dem Boot. Chris wendet schnell und steuert auf die Delfine zu. Die haben sichtlich Spass daran, vor dem Bug des Schiffs zu schwimmen und zu spielen.
Delfine vor dem Boot
Kurz darauf erreichen wir tatsächlich unseren Schnorchelplatz vor einer ca. 300m hohen senkrechten Felswand. Beeindruckend. Wir müssen uns allerdings noch gut 10min gedulden, bis die Crew endlich die Boje zum Festmachen gefunden hat. Nach den Sicherheitshinweisen, was man beim Schnorcheln zu beachten hat, werden wir endlich ins Wasser gelassen.
Schnorcheln (Na Pali Coast)Schnorcheln (Na Pali Coast)Na Pali Coast
Direkt um uns herum tummeln sich etliche Fische, aber das Wasser ist trüb, da darin kleine Quallen oder Fischsperma schwimmt.
Schnorcheln (Na Pali Coast)
Wir wissen es nicht genau. Trotzdem ist der fast einstündige Schnorchelstopp ein Erfolg, denn wir entdecken tatsächlich eine Schildkröte und schwimmen ihr ein paar Meter hinterher.
Schildkröte (Na Pali Coast)
Leider bekamen das Betrachten der Delfine (mit Kopf nach unten) und das Schnorcheln Cordula nicht so gut und ihr ist ein wenig schlecht. Wieder zurück an Bord duschen wir uns ab, bekommen ein letztes Mal die Sicherheitshinwiese mitgeteilt und fahren los, weiter entlang der Na Pali-Küste. Traumhaft!
Na Pali CoastNa Pali CoastNa Pali Coast
Zumindest für mich. Cordula geht’s immer schlechter. Kurz bevor wir eine Regenfront erreichen, drehen wir um. Für knapp 10min setzen wir doch tatsächlich mal die Segel. Muss ja sein. Typisch Amerika. Sonst gäbe es wohl keine Rechtfertigung diesen Ausflug mit so einem Schiff zu machen. Macht sich wohl auf Bildern besser. Jedenfalls geht es Cordula immer noch schlechter und sie erreicht kurz darauf den Zustand einer anderen Passagierin, die ihr Essen recycelt hat und damit die Fische fütterte. Zum Glück gibt es Hilfe von Matt: er kippt beiden kaltes Wasser über Kopf und Oberkörper, gibt ihnen einen geheimen alkoholischen Cocktail (dient zur Beruhigung), stellt sie an die Reling und empfiehlt ihnen, einen Punkt am Horizont zu fixieren. Frierend und zitternd stehen sie da, während Mai Tais und das Dinner serviert werden.
Gallionsfigur
Es gibt Salat, Reis, Pulled Pork (in Fetzen gerissenes, zartes Schweinefleisch) und Teriyaki Chicken (japanisch mariniertes Hühnchen) und als Nachtisch Ananas und Cookies. Lecker! Ein paar Mai Tais später drehen wir, die Motoren stoppen und wir schauen der Sonne beim Untergehen zu. Echt schön!
SonnenuntergangSonnenuntergang auf dem Boot
Inzwischen geht es Cordula wieder gut. Nachdem alle die obligatorischen Fotos geschossen haben steuern wir den Hafen an, den wir ca. 15min später erreichen. Wir gehen von Bord, ziehen unsere Schuhe an, verabschieden uns und fahren. Wir sind uns einig, dass dieser Ausflug sein Geld (127 $ p.P.) wert war. Sicherheitshinweise, Delfine, Schnorcheln, die atemberaubenden Na Pali-Küste, Abendessen, Sonnenuntergang – und das alles in entspannter Atmosphäre. Auf dem Heimweg halten wir noch bei Walmart und erreichen unser Appartement gegen 22:30. Ein weiterer wunderschöner Tag geht zu Ende.
Da wir heute nichts Besonderes vorhaben, bleiben wir lange im Bett liegen und genießen den Blick auf Palmen und Meer. Irgendwann gegen 11:00 klopft Jeanie und frägt uns nach den letzten Details unserer Aktivitäten. Danach gehen wir eine Runde joggen, dann spätstücken wir und fahren nach Hanalei auf’s Mangofestival. Viel ist nicht geboten: Essen, live-Musik und ein bisschen Handwerkskrimskrams.
Mango Festival in Hanalei
Erst probieren wir verschiedene Mangosorten (alle suuuuperlecker) bis wir uns für eine Mango entscheiden und diese kaufen. So geschmacksintensive Mangos gibt es zu Hause einfach nicht. Auch eine weiße Ananas probieren wir. Dann fliehen wir rechtzeitig vor dem aufkommenden Regen Richtung „Ende der Welt“. Da man die Insel aufgrund der Steilküste nicht umrunden kann, endet der Highway gut 10 Meilen hinter Hanalei an einem Strand. Der Weg dorthin ist kurvig und erfordert einige Stopps, da die Brücken über die Flüsse nur einspurig sind. Was in Deutschland wohl undenkbar wäre, funktioniert hier einwandfrei: man lässt – je nach Verkehrsaufkommen – fünf bis sieben Autos vor sich fahren und bleibt dann stehen, um den Gegenverkehr passieren zu lassen. Glücklicherweise hält sich der Gegenverkehr auch an diese Regel. Hier hat es keiner eilig. Der Strand (Ke’e Beach Park) am Ende des Highways ist zwar schön (nicht umsonst diente er als Filmschauplatz), aber da Sonntag ist, ist auch viel los.
Ke’e Beach ParkKe’e Beach Park
Also machen wir uns auf den Heimweg und sind gegen 17:00 wieder daheim. Wir kochen wieder Lachs mit Gemüse und lila Kartoffeln und packen unsere Sachen für unseren Ausflug am Montag.