2014-08-22 – Freitag – „Stadt“-Bummel Kona und Fahrt auf den Mauna Kea

Nach einer Nacht mit reichlich Vogelgezwitscher vor dem Balkon, „genießen“ wir das continental breakfast in vollen Zügen. Einziges Highlight sind die frischen Papayas. Ansonsten gibt es Minimuffins, Cornflakes und Brotscheiben (dazu zweierlei Marmeladen und Butter). Naja, schon besser gefrühstückt. Wir wollen ein bisschen am Strand entlang laufen, bleiben aber schon 200m später beim Farmer’s Market hängen. Der kurze Halt dort beschert uns wieder ein paar Pfund für unser Gepäck. Langsam wird’s eng. Wir bringen die Beute zurück ins Hotel, schauen nach, wie groß unsere Macadamianuss-Packung ist, um kurz darauf noch einmal Macadamianüsse auf dem Markt zu kaufen. Die bringen wir jetzt aber nicht mehr zurück, sondern „schleppen“ sie durch Kona.Der weitere Rundgang durch Kona bringt außer hohen Wellen nicht viel.

Kona
Kona
Kona
Kona
Uferpromenade Kona
Uferpromenade Kona

Das Gebiet Kailua-Kona gilt zwar neben Honolulu (Oahu) und Kahului/Lahaina (Maui) als eines der größten touristischen Zentern Hawaiis, bietet aber nur ein paar Hotels/Resorts entlang der Küste und einige kleine Läden, Galerien und Restaurants. Nach gut einer Stunde sind wir wieder zurück im Hotel und packen unsere Tasche für den Asuflug auf den Mauna Kea, dem höchsten Berg der Erde (gemessen vom Fuß des Berges, der gut 6000m unter dem Berg liegt). Auf dem Weg dorthin wird Cordula glücklich gemacht, da wir bei Target das Spiel finden, das sie schon lange verzweifelt sucht: die Apples to Apples Partybox. Gegessen wird bei Ultimate Burger. Dort schmeckt es, wie es klingt – ultimativ gut. Wir konnten sogar wählen, wie wir das Fleisch haben wollen. Und tatsächlich kommen die dicken Burger (aus 100% hawaiianischem Rindfleisch) medium daher. Dazu gibt es lecker gewürzte, knusprige Pommes mit einer noch leckereren Knoblauchsoße. Einfach nur perfektes Burgeressen! Um kurz vor zwei geht’s dann los nach oben – kontinuierlich und mit dauerndem, druckbedingtem Knacken in den Ohren.

Auf dem Weg zum Mauna Kea
Auf dem Weg zum Mauna Kea

Gegen 16:00 erreichen wir das MKVIS (Mauna Kea Visitor Center) auf 2700m Höhe. Obwohl wir keine Bedenken haben, dass uns die Höhe Probleme bereiten könnte, halten wir uns an den Rat, sich auf dieser Höhe für mindestens 45min zu akklimatisieren und schauen einen Film, über die Forschung in den Observatorien auf dem Gipfel. Nett gemacht, aber nur bedingt interessant und zu viele Informationen.

Sicherheitshinweise für die Auffahrt zum Mauna Kea
Sicherheitshinweise für die Auffahrt zum Mauna Kea

Um kurz vor 17:00 trauen wir uns dann endlich die „überaus gefährliche“ Straße zum Gipfel in Angriff zu nehmen. Der Allradantrieb wird zugeschaltet und los geht’s auf die steile Schotterpiste. Nachdem wir 20min (fünf Meilen) durchgeschüttelt wurden, ist uns klar, dass wir diesen Trip auch mit einem gewöhnlichen Mietwagen hätten unternehmen können, wenngleich es mit einem Jeep deutlich angenehmer war. Nach weiteren drei Meilen sind wir kurz unterhalb des Gipfels und sind von der Mondlandschaft, der klaren Luft und dem Ausblick überwältigt.

Observatorien auf dem Maunam Kea
Observatorien auf dem Maunam Kea

Wir drehen eine Runde zwischen den Observatorien und stellen unseren Jeep dann an einem Platz in der ersten Reihe ab.

Mauna Kea
Mauna Kea
Mauna Kea
Mauna Kea
NASA-Observatorium (Mauna Kea)
NASA-Observatorium (Mauna Kea)

Wie erwartet bereitet uns die Höhe hier auf 4200m keinerlei Probleme. Wir wollen noch die paar Meter hoch zum Gipfel laufen, respektieren aber, dass der Gipfel einhawaiianisches Heiligtum ist und nicht betreten werden sollte.

Mauna Kea
Mauna Kea

Die Japaner nehmen solche Hinweistafeln natürlich nicht so ernst. Wenn ich mal in Japan bin, führ ich mich auch so auf, wie die in einem fremden Land. Wir schießen ein paar Fotos, ich bau noch das Stativ in Pole Position auf, stell den Intervalltimer an und dann verziehen wir uns kurz darauf wieder ins Auto, denn trotz Jeans, T-Shirt, Pulli und Jacke frieren wir bei knapp 10° Celsius.

Mauna Kea
Mauna Kea

Mit der untergehenden Sonne ergibt sich am Himmel ein tolles Farbenspiel: außer grün sind alle Farben des Spektrums vorhanden.

Mauna Kea
Mauna Kea
Mauna Kea
Mauna Kea

Kurz vor dem Sonnenuntergang verlassen wir das warme Auto.

Mauna Kea
Mauna Kea

Wir unterhalten uns mit einem Pärchen aus Hamburg, das kurz vor seiner Heimreise ist. Noch bevor die Sonne um kurz vor 19:00 komplett weg ist, werden die ersten Sterne erkennbar. Über den Wolken zu sein, die klare Luft zu atmen, die unwirkliche Vulkanlandschaft vor sich zusehen – einfach Wahnsinn. Das einzig störende ist die japanische Reisegruppe, die in orangefarbenen Einheitsdaunenjacken rumwuseln wie Ameisen um einen toten Käfer. Während die Hamburgerin von der Höhenkrankheit heimgesucht wurde und mit ihrem Partner den Runterweg antritt, genießen wir noch ein paar Minuten die Dämmerung und die immer größer werdende Anzahl von Sternen. Es sind nicht mehr viele Autos am Gipfel, als auch wir aufbrechen, um schon nach nicht einmal zwei Meilen den ersten Fotostopp einzulegen.

Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)

Es ist noch gar nicht ganz dunkel und die Milchstraße ist bereits zu erkennen. Die Kamera nimmt noch viel mehr Sterne auf, als mit bloßem Auge zu erkennen sind und zum allerersten Mal kann ich die Milchstraße fotografieren. Die Weiterfahrt bei Dunkelheit über die Schotterpiste bereitet keine Probleme und so sind wir um 20:30 ohne Autoschaden (den hätte nämlich auf der unbefestigten Straße keine Versicherung übernommen!) wieder beim Vositor Center. Dort erklärt ein Ranger den Sternenhimmel und man kann durch Teleskope auf verschiedene Himmelsobjekte schauen. Es entstehen noch ein paar winderschöne Himmelsbilder und gegen 21:30 lassen wir den Jeep zurück an die Küste rollen.

Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)
Milchstraße (Mauna Kea)

Das war echt ein unvergesslicher Abend!

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